In der umfangreichen Broschüre “‘Die Juden sind schuld’ – Antisemitismus in der Einwanderungsgesellschaft am Beispiel muslimisch sozialisierter Milieus. Beispiele, Erfahrungen und Handlungsoptionen aus der pädagogischen und kommunalen Arbeit” der Amadeu Antonio Stiftung stellt amira die Ergebnisse seiner Befragung in Jugendclubs und Migrant/innen-Organisationen in einer Kurzfassung vor.
Das Projekt amira hat es sich zur Aufgabe gemacht, gemeinsam mit Jugendeinrichtungen und mit Vertretern und Vertreterinnen aus Migranten-Organisationen modellhaft Ansätze, Methoden und Materialien für die offene Jugendarbeit in Berlin-Kreuzberg zu entwickeln und zu erproben, die zum allergrößten Teil von Jugendlichen mit Migrationshintergrund genutzt wird. In der ersten Projektphase bis zum Herbst 2008 wurden zunächst mehr als 40 Gespräche mit Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen aus Jugendarbeit und Migranten-Vereinen54 geführt, um vorab die Situation im Bezirk sowie die konkreten Bedarfe genauer zu ermitteln. Im Folgenden sollen einzelne Ergebnisse der Befragung sowie einige aus ihnen abgeleitete Schlussfolgerungen und Empfehlungen vorgestellt werden.
In unseren Gesprächen haben sich die Erfahrungen aus dem Beratungsprozess der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR) in Friedrichshain-Kreuzberg bestätigt: In fast allen Kreuzberger Jugendclubs gibt es – wenn auch in unterschiedlicher Häufigkeit und Intensität – antisemitische Äußerungen, in Einzelfällen sogar gewalttätige antisemitische Vorfälle. In Anbetracht der schwierigen Lebenslagen der jugendlichen Besucher und Besucherinnen handelt es sich dabei jedoch um ein Problem unter verschiedenen anderen, mit denen Jugendarbeit und Migranten- und Migrantinnen-Organisationen im Hinblick auf die Jugendlichen konfrontiert sind. Positiv ist, dass die meisten der befragten Einrichtungen und Organisationen um dieses Problem wissen und offen dafür sind, gemeinsam mit amira und mit anderen Akteuren und Akteurinnen an diesem Thema zu arbeiten. Da die Beteiligung von Partnern und Partnerinnen aus diesen Feldern am Prozess der Entwicklung und Erprobung pädagogischer Angebote ein zentrales Fundament unseres Projekts darstellt, ist dies für uns ein sehr wichtiges Ergebnis.
Den kompletten Artikel sowie die Broschüre der Stiftung können Sie am Ende dieser Seite herunterladen.
Die Langfassung der Ergebnis-Präsentation finden Sie in der Dokumentation unserer Tagung vom 16.09.2008.
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