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Veranstaltung „Homophobie & Antisemitismus in der pädagogischen Arbeit“

Praxisberichte und Materialien zu Einwanderung und geschlechterreflektierender Arbeit mit Jungen

15. Dezember 2009, 15.00–18.30
Café Mittenmang
Lenaustraße 12, 12047 Berlin

Folgt man Medien-Debatten, stehen sich «westliche» Werte und Lebensweisen und Einwanderung heute zum Teil entgegen: Zwangsverheiratungen, «Jude», «Schwuchtel» oder «Schlampe» als Schimpfwörter auf Schulhöfen, verbale und körperliche Gewalt gegen Frauen, Homosexuelle, Andersdenkende und Anderslebende erscheinen als Probleme, die vor allem von Migrant/innen mitgebracht bzw. jeden Tag aufs Neue erzeugt werden. Gerade der Auseinandersetzung mit migrantischer Männlichkeit kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Die gesellschaftliche Dimension der Phänomene gerät in den Hintergrund und soziale Probleme erscheinen als «ethnische», «kulturelle» oder gar «religiöse».

Dass die Realität komplexer ist als: «Wie ist das bei den Türken/Arabern/…?» oder «Was sagt der Islam dazu?», wissen pädagogische Fachkräfte oft besser als alle anderen. Schule, Jugendarbeit und Jugendliche allgemein stehen regelmäßig im Mittelpunkt der Bekämpfung von Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und Homophobie – die Erwachsenen, von denen diese Einstellungen und Verhaltensweisen übernommen werden, bleiben zumeist ausgeblendet. Obwohl die Rahmenbedingungen für die Arbeit immer schwieriger werden, schaffen es Pädagog/innen doch, die Bearbeitung verschiedener Formen der Menschenfeindlichkeit in den pädagogischen Alltag zu integrieren.

Die Projekte HeJ und amira bezwecken mit ihrer Arbeit, pädagogischen Fachkräften Material an die Hand zu geben, um bestehende Handlungsunsicherheiten abzubauen. Wie gehe ich mit der «Täterschaft» von Jugendlichen um, die selbst «Opfer» von Rassismus sind? Wie kontextualisiere ich Feindlichkeiten gegenüber Lesben, Schwulen oder Jüdinnen/Juden? Wie kann eine jungenspezifische Bearbeitung dieser Phänomene aussehen? Eingeladen zu der Veranstaltung sind Pädagog/innen und die interessierte Öffentlichkeit.

Die Teilnahme ist kostenlos, für die bessere Planung bitten wir um Anmeldung bis zum 11. Dezember 2009 unter Koray.Yilmaz-Gunay@GLADT.de oder unter 030/26 55 66 33.

Hier finden Sie das Programm als Download:

Files:

2009-12-15_Homophobie_und_Antisemitismus_amira.pdf  []  application/pdf  129.3 KB