Wir fördern eine Auseinandersetzung, die von Vertreter/innen von Migranten/innen-Organisationen sowie von Jugendarbeiter/innen mitgetragen wird. Eines unserer zentralen Anliegen ist es, Antisemitismus im Kontext von Migration und Rassismus zu thematisieren, ohne dabei stigmatisierende Klischees zu bedienen. In Bezug auf Jugendliche, deren Familien aus muslimisch geprägten Ländern kommen, gilt es dabei auch, gesellschaftliche Diskurse im Spannungsfeld von Islamfeindlichkeit und Islamismus zu beachten. Uns interessiert, aus welchen Gründen und in welchen thematischen Kontexten die Jugendlichen sich antisemitisch äußern und welche Rolle antisemitische Erklärungsansätze für ihre Identitätsbildungsprozesse spielen. Diese Erkenntnisse helfen uns dabei, die für eine nicht ausgrenzende Bearbeitung von Antisemitismus relevanten Themen und Kontexte aufzugreifen.
Eine Auseinandersetzung mit politisch-weltanschaulichen Grundorientierungen stellt für uns eine wichtige Voraussetzung dar, um antisemitische Äußerungen und Verhaltensweisen pädagogisch zu bearbeiten.
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